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Workshop bei Suba Sankaran und Dylan Bell

Der Workshop fand am 04. November mit der Voicegang statt.

Die zwei Kanadier Suba Sankaran und Dylan Bell lernten wir bereits 2006 bei einer Tournee der Gruppe Cadence kennen.

Dieses Jahr tourten die beiden durch Deutschland, um an diversen Orten Workshops für Chöre und Ensembles zu geben. Die VoiceGang ließ es sich natürlich nicht entgehen, auch einen Workshop zu buchen.

 

Zunächst arbeiteten wir an zwei Stücken aus unserem Repertoire. Es ist erstaunlich, wie durch geringfügige Veränderungen der Stimmfärbung und der Rhythmus-Betonung das Stück auf einmal eine ganz neue Färbung bekommt.

Auch in der Nachahmung von Instrumenten erhielten wir eine wichtige Lektion.

"Spiel nicht nur eine Gitarre, sei eine!"

Es ist gar nicht so leicht, einfach so aus sich herauszugehen und eine Gitarre zu sein. In der frühen Kindheit bekommt man schließlich schon eingetrichtert, dass solche Sachen albern sind, und man es doch unterlassen soll. Wer kann auch wissen, dass es vielleicht mal notwendig ist ein Instrument zu sein.

Mit etwas Überwindung bekamen wir es dann aber auch ganz gut hin. Nach einer kurzen Pause gingen wir dann zum nächsten Trainingspart über.

Wir übten in kürzester Zeit zwei neue (vierstimmige) Stücke ein. Die Herangehensweise der beiden an das Einstudieren von Musik ist schon anders als das typische Noten-Erlernen.

Ersteinmal wird der Grund-Rythmus vermittelt. Danach werden einzelne Melodie-Passagen wärend des durchlaufenden Grund-Grooves durch sämtliche Stimmen hindurch eingeübt, und am Ende wird alles zusammengesetzt.

Das Erstaunliche ist, du stehst da und singst, und denkst dir, dass du nach dem dritten Musikteil alle anderen schon wieder vergessen hättest, doch wenn alles zusammengesetzt wird, dann klappt das einfach. Natürlich noch mit etwas Hilfe der Workshopleiter, aber im Großen und Ganzen ist der Grundgedanke des gesamten Liedes schon innerhalb von einer halben Stunde eingeimpft. Wenn dies dann ein bis zweimal wiederholt wird, steht das Stück mit wenig Aufwand.

Nach diesem wunderbaren Workshop, der vorbei ging wie im Flug, durfte natürlich die Gemütlichkeit nicht zu kurz kommen.